Wo trage ich Aktien in der Steuererklärung ein?

Steuern gelten als ein großes Schreckgespenst. Kompliziert, weniger Auszahlung, intransparent, das sind Stichworte, die beim Thema Steuern fallen. Da Aktien unter die Kategorie Kapitalerträge fallen, sind diese demzufolge steuerpflichtig. Doch die korrekte Steuerabgabe an den Fiskus ist weitaus weniger problematisch als gedacht.

Welche Erträge sind steuerpflichtig?

Investoren, die Aktien besitzen, können auf zwei Arten zu Kapitalerträgen kommen. Zum einen durch Kursgewinne und zum zweiten durch Dividenden, die meistens jährlich von den Unternehmen aus Gewinnen an die Anleger ausgeschüttet werden. Bezüglich der Kursgewinne gilt die Verlustrechnung, das bedeutet Gewinne aus Aktienverkäufen werden mit Verlusten verrechnet. Doch manchmal werden eben auch Gewinne gemacht, wie man Einzelaktien kaufen kann und Gewinne macht kann man im Internet nachlesen.
Angenommen Sie machen mit Aktie A einen Gewinn von 200 Euro nach Verkauf und mit Aktie B einen Verlust von 60 Euro, dann müssen Sie nur auf den Ertrag 200 – 60 = 140 Euro Steuern zahlen.

Aber Achtung: Aktienverluste lassen sich nur mit Aktiengewinnen verrechnen, nicht mit Dividenden. Sollten Sie zusätzlich in Besitz von Anleihen sein, müssen Sie dementsprechend die Zinseinkünfte versteuern.

Der Sparerpauschbetrag
Zum Glück ist der Anleger nicht verpflichtet, ab dem ersten Euro Gewinn aus Aktienverkäufen, Dividenden oder Zinsen Steuerabgaben zu leisten. Bis zu einem bestimmten Betrag sind Sie von der Steuer befreit. Alleinstehende dürfen bis zu 801 Euro pro Kalenderjahr an Kapitalerträgen erwirtschaften, bevor die Steuer greift.

Bei Verheirateten sind es dementsprechend 1602 Euro. Richten Sie aus diesem Grund einen ausreichend hohen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank ein, um nicht unnötig Steuern zahlen zu müssen.

Was zahle ich an Steuern?

Steuern aus Kapitalerträgen bestehen aus drei Bausteinen. Zum einen aus der sogenannten Abgeltungssteuer. Diese beträgt aktuell 25 Prozent. Zum zweiten gehört der Solidaritätszuschlag dazu. Dieser beträgt 5,5 Prozent der Abgeltungssteuer, also 5,5 Prozent von den 25 Prozent, das macht 1,375 Prozent, insgesamt also 26,375 Prozent. Die dritte Abgabe ist nicht verpflichtend und besteht aus der Kirchensteuer.

Dieser kann der Anleger durch einen Austritt aus der Kirche entgehen. Glücklicherweise wird diese Kapitalertragssteuer automatisch von der Bank an das Finanzamt abgeführt, Sie müssen sich also um nichts kümmern.

Wo trage ich Aktien in der Steuererklärung ein?

Was nun im Falle einer nicht automatisch abgeführten Steuerabgabe seitens der Bank an den Fiskus? Hierbei müssen Sie selbst tätig werden und Ihre Einnahmen manuell in die Steuererklärung eintragen. Holen Sie das Blatt KAP hervor, also auf welchem Sie Ihre Einkünfte aus Kapitalvermögen eintragen. Unter Zeile 7 tragen Sie die Gesamtsumme an Kapitalerträgen ein und schließlich in den weiteren Zeilen eine Aufschlüsselung, wie sich Ihre Erträge zusammensetzen.

In diesem Zusammenhang teilen Sie auch Ihre Verluste aus Aktien mit.

Ihre Kapitalerträge sollten beziehungsweise müssen Sie an das Finanzamt weiterleiten, wenn:

– Ein Teil der Kapitalerträge wurde nicht automatisch versteuert.
– Der Steuereinbehalt soll dem Grunde und der Höhe nach überprüft werden
– Ihr persönlicher Steuersatz liegt unterhalb der Abgeltungssteuer. Stellen Sie dann eine Günstigerprüfung in Auftrag.
– Sie haben Thesaurierungsgewinne aus ausländischen Fonds.
– Sie haben Kursverluste in dem Kalenderjahr erlitten.
– Sie haben ausländische Aktien, bei derer Sie auf Ihre Dividenden oder Kursgewinne Quellensteuer des jeweiligen Landes haben zahlen müssen. Um einer Doppelbesteuerung zu entgehen, geben Sie diese bereits besteuerten Erträge an.

Das Investmentsteuergesetz

Ab 2018 wird sich voraussichtlich einiges ändern, was die Abgabe von Kapitalertragssteuern bei Fonds betrifft. Vereinfacht gesagt wird stets am Ende eines Kalenderjahres eine Vorabpauschale einbehalten, die sich errechnet aus der Kursentwicklung des Fonds vom 01.01 Anfang bis 31.12 Ende des Jahres sowie dem aktuellen Basiszins, welcher beschreibt, welche Rendite mit risikolosen Investitionen auf dem Markt möglich sind.

Wird der Fonds verkauft, wird wie bei Aktien die entsprechende Kapitalertragssteuer bezahlt, jedoch vorher mit den bereits jedes Jahr abgeleisteten Vorabpauschalen verrechnet, sodass es zu keiner Doppelbesteuerung kommt.

Veröffentlicht unter Finanzen, Geld

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